Medienservice
• Vom weisen Umgang mit der Weitsichtigkeit
Zwinkern Sie öfter mit den Augenlidern? Erscheint Ihnen die Zeitung neuerdings kleingedruckter? Oder halten Sie Ihr Buch zum Lesen immer weiter von sich fort? Sehschwierigkeiten dieser Art sind eine ganz normale Begleiterscheinung des Älterwerdens. Leider können sie aber unangenehme Folgen wie Kopfschmerzen, Augenbrennen, schnelles Ermüden beim Lesen oder Konzentrationsschwächen mit sich bringen.
Die Sehfähigkeit schwindet mit zunehmendem Alter, doch dagegen lässt sich etwas tun. Mit gezielten Gegenmaßnahmen und der individuell eingestellten Korrektion einer Brille kann dem Fortschreiten des Sehverlustes entgegengewirkt werden.
Der medizinische Hintergrund
Das menschliche Auge nimmt einen Gegenstand in voller Schärfe wahr, wenn die Distanz von der Linse zur Netzhaut stimmt. Mit Hilfe feinster Muskeln im Inneren des Auges wird die Wölbung der Linse je nach Abstand zum betrachteten Gegenstand reguliert. Durch die altersbedingte abnehmende Elastizität der Linse reicht die Wölbung für die Nahsicht jedoch nicht mehr aus. Der anvisierte Gegenstand muss immer weiter vom Auge entfernt werden, um in voller Schärfe erkannt zu werden.
In der Kindheit ist der Spielraum zwischen dem entferntesten und nahe liegendsten Punkt, der noch scharf erkannt werden kann, am größten. Der sogenannte Nahpunkt liegt bei sechs Zentimetern. Im Alter von 40 bis 45 Jahren liegt er bereits bei ca. 33 Zentimetern. Bis zum 60. Lebensjahr verschiebt sich der Nahpunkt bis auf eine Entfernung von einem Meter.
Sicher unterwegs im Straßenverkehr
Probleme beim Lesen der Speisekarte im Restaurant sind die eine Sache. Hindernisse und Gefahren im Straßenverkehr nicht rechtzeitig zu erkennen die andere. Beim Autofahren sollten sich Senioren darüber im Klaren sein, dass ihre Augen eine längere Anpassungszeit brauchen, um sich an wechselnde Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Auch brauchen die Augen mehr Zeit, um sich von der Fern- auf die Nahsicht umzustellen, zum Beispiel beim Überprüfen der Geschwindigkeit auf dem Tacho. Hinzu kommt auch, dass die Blendempfindlichkeit im Alter zunimmt. Verursacht wird diese gesteigerte Empfindlichkeit durch Einlagerungen im Auge, die das Licht anders streuen. Eine erhöhte Blendung durch entgegenkommende Fahrzeuge bei Nacht oder spiegelnde Fahrbahnen bei Regen kann zu einer Fehleinschätzung von Entfernungen und Geschwindigkeiten führen.
Eine weitere Beeinträchtigung im Alter ist der engere Blickwinkel. Das Sehfeld verkleinert sich und immer weniger Ereignisse können gleichzeitig scharf erkannt werden.
Um Unsicherheiten oder gar Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden, sollte regelmäßig die Sehstärke überprüft und eine entsprechende Korrektur vorgenommen werden.
Um einen Ausgleich zwischen verschiedenen Sichtverhältnissen (nah und fern) zu schaffen, bieten sich sogenannte Gleitsichtgläser an. Sie ermöglichen einen scharfen Blick in die Ferne und auch die Zahlen auf dem Tacho können so problemlos erkannt werden.
Gegen Blendungen und das eingeschränkte Sehfeld gibt es leider nur eine Lösung: Fahrten in Dämmerung und Dunkelheit vermeiden und vor allem das Fahrverhalten den Wetter- und Lichtverhältnissen anpassen.
Vorbeugen lohnt sich
Bereits ab dem 40. Lebensjahr sollten regelmäßige Kontrollen durch den Augenarzt oder Augenoptiker durchgeführt werden. Fielmann bietet die kostenlose Überprüfung der Sehstärke in seinen Niederlassungen bundesweit durch speziell ausgebildete Augenoptikermeister an. Die moderne Augenoptik lässt dabei keinen Wunsch offen. Dies gilt für die Gläser und die Fassungen gleichermaßen: Bei Fielmann ist eine Bandbreite an Korrektionsgläsern, die speziell auf die Sehschwäche des Trägers eingestellt werden und zugleich modisch und attraktiv sind, erhältlich.